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Image files are licensed Public Domain Mark 1.0. Berlin, Münzkabinett der Staatlichen Museen, 18237895. Photographs by Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann).
Mauretanien: Iuba II.
Class/status: Ancient Ruler's issue, Authority: Iuba II. (25 v.-23 n. Chr.), König von Mauretanien (um 50 v.-23 n. Chr.)
Denomination: Denarius (ANT)
Date: 11/12 n. Chr.
Country: Algeria
Mint: Caesarea (Iol) (Mauretania)
Obverse: REX IVBA. Kopf des Iuba II. mit Löwenskalp nach r.
Reverse: R - XXX-VI [im Regierungsjahr 36]. Mit Binden (taeniae) geschmücktes Füllhorn (cornucopiae) mit heraushängenden Weintrauben. Dahinter ein nach l. gestellter Dreizack (tridens).
Production: struck
Coin, Silver, 2,51 g, 17 mm, 7 h
Sitter:
Iuba II (25 BC-AD 23), king auf Mauretania
Publications: Beger, Thes. Br. I 303; K. Regling, Zum Fund von Iubadenaren in Alkasar, ZfN 28, 1910, 9-27. 19 Nr. 26; J. Mazard, Corpus Nummorum Numidiae Mauretaniaeque (1955) 99 Nr. 254; SNG Kopenhagen Nr. 564; D. Salzmann, Zur Münzprägung der mauretanischen Könige Juba II. und Ptolemaios, Madrider Mitteilungen 15, 1974, 174-183. 175 f. 179; J. Alexandropoulos, Les monnaies de l'Afrique antique (400 av. J.-C. - 40 ap. J.-C.) (2007) 419 Nr. 155; M. Spoerri-Butcher, Le monnayage d'argent émis par le roi Juba II de Maurétanie (I): Catalogue des monnaies datées, SNR 94, 2015, 33-114. 60 Typ 32 a Nr. 230 (dieses Stück).
Der Löwenskalp erinnert an die mythische Genealogie Iubas II. Der König behauptete, von dem Herculessohn Sophax abzustammen und reklamierte damit göttliche Ahnen für sich. Seine Gattin Kleopatra Selene beanspruchte für sich, sogar über beide Elternteile von Hercules abzustammen - pikanterweise eben auch über ihren Vater Marcus Antonius [dazu: D. W. Roller, The World of Juba II and Kleopatra Selene (2003) 154 f.]. Anders als sein Vater Iuba I. nimmt Iuba II. die Herculesangleichung nicht über die Physiognomie vor, sondern über Attribute, hier den Löwenskalp. Dies gibt dem König die Freiheit, sein Gesicht stark an das augusteische Ideal anzugleichen (vgl. K. Fittschen, Die Bildnisse der mauretanischen Könige und ihre stadtrömischen Vorbilder, Madrider Mitteilungen 15, 1974, 156-173. 167) und auf subtile Art seine Verehrung des Princeps auszudrücken. Das Füllhorn des Revers hingegen ist als Wohlfahrtsmotiv direkt auf Iuba als König bezogen: Dank seiner Herrschaft prosperiert das Königreich, so die Aussage. Der Dreizack schließt dabei Meer und Küste als Wirkungssphäre mit ein.
Photographer Obverse: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Photographer Reverse: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Berlin, Münzkabinett der Staatlichen Museen
Accession Alter Bestand (vor 1700) Zugangsart Zugang ungeklärt
Recommended Quotation: Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz, 18237895
Permalink: https://ikmk.smb.museum/object?id=18237895
Texts and descriptions of this catalogue are licensed CC BY-SA 4.0.