Lange, Max: Karl Lamprecht, 1916

Vorderseite: KARL - LAMPRECHT. Kopf von Karl Lamprecht nach rechts. Darunter die Signatur Max Lange / 1916.
Rückseite: DER VNBEIRRTE SCHRITT NVR - TRAEGT ANS FERNE ZIEL. Ein nackter Mann schreitet in aufrechter Haltung nach links.

Eisen, 251,00 g, 99 mm
Datierung: 1916

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1916/328 Schenkung

Medailleur/in:
Dr. Johann Joseph Max Lange
Hersteller:
Firma Berliner Medaillen-Münze Otto Oertel, später Inh. Tauer
Dargestellte/r:
Prof. Karl Gotthart Lamprecht
Veräusserer (an Museum):
Firma Berliner Medaillen-Münze Otto Oertel, später Inh. Tauer

Literatur: W. Steguweit, Das Münzkabinett der Königlichen Museen zu Berlin und die Förderung der Medaillenkunst. Künstlerbriefe und Medaillenedition zum Ersten Weltkrieg. Das Kabinett 5 (1998) Nr. 79 (dieses Stück); J. Menadier, Der Geist der deutschen Schaumünze zur Zeit des Weltkrieges, BMF 52, 1917, 232.

Zweiseitiger Eisenguss, keine Randpunze (DS 166). - Der Historiker Karl Gotthart Lamprecht (1856-1915) war Professor für Geschichte an der Universität Leipzig und wurde vor allem bekannt durch seine Rolle im Methodenstreit der Geschichtswissenschaft. Er starb während des Weltkrieges in Leipzig. Menadier (1917) schreibt zur Medaille: 'Karl Lamprecht, der Schöpfer der trotz mancher Eigenheiten und Härten gleichwohl großartigen Darstellung der deutschen Geschichte, die als Gesamtleistung ohne Wettbewerb dasteht, ist den außergewöhnlichen Anstrengungen eines Auftrags in dem deutsch verwalteten Belgien erlegen: Lange hat seinem Gedächtnisse ein Schaustück geschaffen, das außer seinem Brustbild zur Charakterisierung seines unbeugsamen Wesens und nicht abirrenden Willens einen stramm seines Weges einherschreitenden Mann darstellt.'

Fotograf Vorderseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Fotograf Rückseite: Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18238331

letzte Änderung: 28.11.2017