Universität Duisburg: Siegel der Theologischen Fakultät

Class/status: Private issue
Date: 1655
Mint: Duisburg

Obverse: SIGILLVM FACVLTATIS THEOLOGICAE IN TEVTOBVRGO // domine quis es / Quid me vis / facere?. [AE ligiert. Schrift spiegelverkehrt. Siegel der Theologischen Fakultät in Duisburg. Herr, wer bist Du, was willst Du, dass ich tun soll?]. In einem Zieroval und einem Schriftoval ein vom Pferd Gestürzter am Boden liegend ein Gebet zum Himmel schickend. Aus den Wolken die Strahlen Jehovas. Am Rand das Wappen von Jülich, Kleve und Berg. Im Hintergrund Schlachtgetümmel.
Reverse: Ansicht der Rückseite. Am Rand Beschauzeichen (Silbermarke).

Silber, 147,30 g, 45-51,5 mm

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession Ohne Nummer Zugangsart Überweisung

Vorbesitzer:
Brandenburgisch-Preußische Kunstkammer

Publications: J. Milz, Die Universität Duisburg 1655-1818. Ein Abriß ihrer Geschichte (1980) 28 (Abbildung Siegelabdruck).

Provenience: Wohl unter den 1885 aus der ehemaligen Kunstkammer in das Münzkabinett überwiesenen Gegenständen.

Höhe 24,4 mm. - Die Universität Duisburg wurde per Urkunde vom 15. Oktober 1654 durch Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg gegründet. Ein Jahr später fand die feierliche Eröffnung statt. Durch unzureichende Mittel für die Einrichtung und geringes Interesse stand die Universität mehrmals vor der Auflösung. Der preußische König Friedrich Wilhelm III. befahl dann auch im April 1808 ihre Schließung auf einen Antrag von Friedrich von Schuckmann. Die Siegelstempel der Universität wurden an das Herrscherhaus ausgehändigt und in der Kunstkammer verwahrt. Von dort gelangten sie vermutlich in das Königliche Münzkabinett. - Die Darstellung ist vertieft und daher seitenverkehrt. Sie zeigt aus der Apostelgeschichte (Kap. 9, 22 und 26) die Bekehrung des Saulus zum Paulus.

Photographer Obverse: Reinhard Saczewski
Photographer Reverse: Reinhard Saczewski

Recommended Quotation: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18250143

Latest Revision: 26.03.2019