Stargard: Stadt oder Mecklenburg-Stargard: Herzogtum

Münzstand: Herzogtum/Stadt
Nominal: Witten
Datierung: ca. 1425-1450
Münzstätte: Stargard (Stargard Szczeciński)? / Stargard?

Vorderseite: [N]ONETA STARGAR[DE]. [das nicht lesbare N retrogad, das zweite N unzial]. Greif nach links.
Rückseite: DEVS IN NONINE TVO. [das erste und dritte N unzial, das zweite N retrograd]. Kreuz, im ersten und dritten Winkel ein fünfstrahliger Stern.

Silber, 0,79 g, 16 mm

Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Accession 1875/262 Zugangsart Kauf Fundort: Polen, Arnswalde (Choszczno)

Veräusserer (an Museum):
Adolf Scheel

Literatur: H. Dannenberg, Münzgeschichte Pommerns im Mittelalter (1893) Nr. 241 (Zuweisung nach Stargard in Pommern); B. Kluge, Die Wittenprägung in Mecklenburg/Pommern und ihr Anteil am Geldverkehr des Ostseeraums im 14. und 15. Jahrhundert, Nordisk Numismatisk Arsskrift 1981, 90-106. 96-97 (Zuweisung nach Mecklenburg-Stargard); M. Kunzel, Die werlesch-mecklenburgische Wittenprägung im 14. und 15. Jahrhundert, Berliner Numismatische Forschungen 2, 1988, 46 Nr. 37 a (Zuweisung nach Mecklenburg-Stargard).

Die Zuweisung dieses Wittens ist umstritten. B. Kluge und M. Kunzel sprechen sich für eine Prägung der Herzöge von Mecklenburg-Stargard in Burg Stargard aus, H. Dannenberg weist die Münze Stargard in Pommern zu. Für Stargard in Pommern sprechen die auch auf dem sundischen Schilling aus Stargard (Dannenberg Nr. 239) vorkommenden fünfstrahligen Sterne und der Greif, der freilich auch im stark nach Brandenburg und Pommern orientierten Währungssystem im Osten Mecklenburgs auf Witten Friedlands und Neubrandenburgs begegnet.

Fotograf Vorderseite: Christian Stoess
Fotograf Rückseite: Christian Stoess

Münzpatenschaft: Neubrandenburger Münzverein e.V.

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, 18257544

letzte Änderung: 26.03.2019