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Bilddateien sind lizenziert als Public Domain Mark 1.0. Berlin, Münzkabinett der Staatlichen Museen, 18288276. Aufnahme durch Bernhard Weisser.

Karthago: Sikulopunier

Münzstand: Stadt

Nominal: Tetradrachme

Datierung: ca. 410-392 v. Chr.

Land: Italien / Tunesien
Münzstätte: Karthago?

Vorderseite: QRTHD[ST] [Punisch für Karthago]. Pferdevorderteil (protome) mit Zaumzeug und Zügeln nach r. Davor r. ein Getreidekorn, darüber fliegt Nike nach r. und bekränzt einen Pferdekopf.
Rückseite: Dattelpalme mit zwei Bündeln von Früchten.

Herstellung: geprägt

Münze, Silber, 17,17 g, 25 mm, 1 h

Veräußerer (an Vorbesitzer):
Jean-Henri Hoffmann

Vorbesitzer:
Friedrich Imhoof-Blumer (11.05.1838 - 26.04.1920) von 1884 bis 1900

Literatur: G. K. Jenkins, Coins of Punic Sicily. Part 2, SNR 53, 1974, 36 Nr. 16 (Vs.4/Rs.16, ca. 410-392 v. Chr., dieses Stück). Vgl. zur Chronologie: G. K. Jenkins, Coins of Punic Sicily. Part 2, SNR 53, 1974, 23-41.

Die auf sikulo-punischen Münzen beliebte Pferdeprotome hat ihr Vorbild in einer Goldmünze von Gela. Die Dattelpalme, lange als Zeichen von Fruchtbarkeit gedeutet, kann auch als sprechendes Wappen (griechisch 'phoinix') fungieren. Dies wäre dann als Anspielung auf die Phönizier, die Vorfahren der Karthager, zu verstehen. Die Legende mit Bezug auf Karthago wird überwiegend nicht als Zeichen der Münzstätte sondern als das der Münzauthorität verstanden. Der Mangel an geeigneten sizilisch-punischen Münzstätten im ausgehenden 5. Jh. v. Chr. wird angeführt, um Karthago als Herkunft dieser frühen Prägungen doch annehmen zu können.

Fotograf Vorderseite: Bernhard Weisser
Fotograf Rückseite: Bernhard Weisser

Münzpatenschaft: John Morcom

Berlin, Münzkabinett der Staatlichen Museen
Accession 1900 Imhoof-Blumer Zugangsjahr 1900 Zugangsart Kauf

Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz, 18288276

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