
Aus urheberrechtlichen Gründen ist dem Münzkabinett die Ausgabe der Bildansichten nicht erlaubt. Berlin, Münzkabinett der Staatlichen Museen, 18316185 Aufnahme durch Franziska Vu. Medailleur/in: Andreas A. Jähnig registriert durch VG Bild-Kunst.
Jähnig, Andreas A.: Recht und Gerechtigkeit (Geld und Gesetz), 2022
Land: DeutschlandVorderseite: Eine Waage hängt von einem Haken herab. Eine Schale ist leer, die andere wird von einem Mann mit Goldstücken bis zum Rand gefüllt, so dass sich die Waagschale zu seinen Gunsten neigt. Der Mann gegenüber blickt mit düsterer Mine auf die ihm zugewandte leere und damit leichtgewichtige Waagschale.
Rückseite: Zwei Gerechtigkeitsgöttinnen kämpfen mit goldenen Schwertern auf einer Bühne. Beide Augenbinden sind verrutscht und geben den Blick frei. Das Publikum (offenbar vorwiegend Männer) wendet sich in Bitterkeit ab. Das Rechtsgeschäft ist zum Schauspiel verkommen. Die Messgeräte der Iustitia erscheinen (lediglich?) im Gleichgewicht und somit (vorgeblich?) gleich voll oder gleich leer.
Herstellung: gegossen
Medaille, Bronze, 375,69 g, 96 mm
Datierung: 2022
Medailleur/in:
Andreas A. Jähnig registriert durch VG Bild-Kunst
Hersteller:
Firma Bildgießerei Seiler
Vorbesitzer:
Numismatische Gesellschaft zu Berlin 1843 e.V. von 2025 bis 2025
Provenienz: Aus der Sammlung Würtenberger Ius in nummis Nr. 3092.
Hergestellt in der Bildgießerei Seiler. - Die Vorderseite ist zunächst der Frage nach den mit monetären, sozialen oder kulturellen Kapitalia einhergehenden Chancen vor Gericht gewidmet. Auch adressiert sie die Bestechlichkeit der Justiz und verallgemeinernd die Käuflichkeit des Rechts. Dass derartiges auch in Deutschland vorkommt, wird gefürchtet. Die Rückseite schildert eindringlich den Kampf um das Recht. Jeder der beiden Kontrahenten ist der Ansicht, Recht und Gerechtigkeit auf seiner Seite zu haben. Angesprochen sein kann sowohl die Anwaltschaft, die sich nachdrücklich für ihren Klienten einsetzt, als auch der Bürger, der gegen Andere um sein Recht kämpft. Wenn sich das Publikum unten auf der Rückseite von den juristischen Auseinandersetzungen abwendet, mag vom Künstler auch die verbreitete Kritik an juristischer Rabulistik geteilt werden.
Fotograf Vorderseite: Franziska Vu
Fotograf Rückseite: Franziska Vu
Berlin, Münzkabinett der Staatlichen Museen
Accession 2025/2 Zugangsjahr 2025 Zugangsart Schenkung
Zitierweise für dieses Objekt: Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz, 18316185
Permalink: https://ikmk.smb.museum/object?id=18316185
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