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Name

Stefan, Dr. Friedrich (1886-18.05.1962)

Aus Graz. Seine Sammlung von 3.000 Münzen der Spätantike, der Völkerwanderungszeit und des frühen Mittelalters wurde 1993 posthum im Auftrag der Familie an das Münzkabinett verkauft (Acc. 1993/297 am 29.12.1993).

Biographischer Abriss aus dem Nachlass Stefan im Institut für Numismatik in Wien:

„Stefan wurde 1886 im mährischen Zwittau geboren. Sein Studium absolvierte er an den Universitäten von Wien, Besançon und Paris und unternahm Studienreisen durch ganz Europa. Sein wohl wichtigster Lehrer dem er zeitlebens eng verbunden blieb war der Wiener Numismatiker Hofrat Prof. Dr. Arnold Luschin von Ebengreuth. Nach einer Anstellung an der Mittelschule in Brünn, später in Bruck a. d. Mur, kam er schließlich nach Graz. Dort wohnte er bis zu seinem Tod 1962 und arbeitete seit den 1920er Jahren als Lehrer an der Oberschule (später Bundesrealschule) für Jungen. In den 1930er Jahren nahm er als Dozent der Karl-Franzen-Universität Graz, seine Lehrtätigkeit auf und habilitierte sich im Wintersemester 1941/1942. Nach einer Unterbrechung von 1945 bis 1948 lehrte er zumindest bis zum Sommersemester 1961 in Graz. Seine Hauptforschungsgebiete waren zeitlebens die Numismatik der Völkerwanderungszeit, sowie die Vor- und Frühgeschichte. Seine Publikationsliste nimmt sich relativ spärlich aus, wohl v. a. da sein Hauptwerk zum Thema „Die Rugen“, dem sich bereits seine Habilitation gewidmet hatte, nie erschien, obwohl seit 1941 geplant und immer wieder  auch öffentlich - angekündigt.

Am 18. Mai 1962 starb Univ.-Prof. Dr. Friedrich Stefan im 76. Lebensjahr.“

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